Workshop für Jugendgruppenleiter, Eltern und Pädagogen : Cybermobbing bei Jugendlichen und wie damit umgehen, am 20.03.19

Das Jugendforum Brückenschlag aus Salzhausen lädt in Zusammenarbeit mit der Reso-Fabrik e.V. wieder zu einem interessanten Workshop für Jugendgruppenleiter und Eltern ein.

Am Mittwoch, 20.03. informiert Dipl. Sozpäd. (FH) Silke Scheiderer im Sitzungsaal des Rathauses in Salzhausen über das Thema Cybermobbing.

Das Handy und das Internet haben im Alltag von Kindern und Jugendlichen einen festen Platz. Die vielen technischen Möglichkeiten führen aber auch zu neuen Problemen. Mit einer Vielfalt an Funktionen kann das Handy (und auch das Internet) zu einer mächtigen Waffe werden, die vor allem Jugendliche aufeinander richten. Da werden peinliche Situationen oder Schlägereien gefilmt und verbreitet, beleidigende SMS oder Instant Messages verschickt oder Mitschüler/innen über eine Online Community gezielt fertig gemacht. Die Themen Gewalt und Mobbing sind dabei nicht neu – die Formen und das Ausmaß allerdings schon.

Cybermobbing geschieht meistens anonym. Die Opfer wissen also nicht, wer sie belästigt. Das kann zu großer Angst und Verunsicherung führen, weil Schüler/innen dann zum Beispiel anfangen, alle Mitschüler/innen zu verdächtigen. Für die Täter/innen bedeutet diese anonyme Form des Mobbings, dass sie ihre Opfer nicht ansehen müssen und sich dadurch vielleicht noch gemeinere Dinge trauen. Durch die Nutzung von Handy und Internet können Mobbingopfer auch außerhalb der Schule und in ihren privaten Räumen, erreicht“ werden. Vor allem die Verbreitung von beleidigenden Bildern kann zudem nur schwer kontrolliert und im schlimmsten Fall im Internet weltweit verbreitet werden. Umgang mit Gewalt. Gewalt fängt nicht auf dem Handy oder im Internet an, sondern ist heute Bestandteil jugendlicher Lebenswelten – sei es in den Medien, in der Familie oder im Freundeskreis. Auch Mobbing ist vor allem in Schulen kein neues Problem. Auch ohne den Einsatz von Medien reagieren Opfer darauf zum Beispiel mit Depressionen, Angstgefühlen, sozialer Isolation, körperlichen Reaktionen oder schulischem Misserfolg. Zudem ist Medienmobbing oftmals schwerer zu erkennen.

Umso wichtiger ist es hinzusehen und zu handeln, denn Mobbingopfer brauchen Hilfe. Jugendliche müssen zudem eine eigene Haltung entwickeln, um mit problematischen Inhalten umzugehen. Hier geht es um Respekt im Umgang miteinander. Ab wann werden Grenzen überschritten? Was verletzt andere Menschen? Bei dieser Diskussion um grundlegende Werte und moralisch richtiges Verhalten sind Eltern, Jugendgruppenleiter/innen und Pädagog/innen gefordert, sich zu positionieren und Jugendliche im Umgang mit Neuen Medien nicht allein zu lassen.

Sie alle können Unterstützung erhalten, um den immer steigenden Anforderungen der neuen Medien positiv entgegenzutreten.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend. Damit eine entsprechende Bestuhlung vorbereitet werden kann, wäre eine Anmeldung unter info@brückenschlag-salzhausen.de schön. Das soll aber auch niemanden von einer spontanen Teilnahme abhalten.

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